Zweimal im Jahr treffen sich die Studierenden der Evang. Theologie und die Studierenden der Religions- und Sozialpädagogik aus unserer Kirche zur Studierendentagung. Vom 11. bis 13. September 2019 geht es im Blockhaus Ahlhorn um ein aktuelles und gegenwärtig nicht selten kontrovers diskutierte Thema: Leben im Pfarrhaus. Wie lebt sich´s da? Was bedeutet es für Partner*in, was für Kinder? Lassen sich Dienst und private Zeit da überhaupt trennen? Was sind Vorzüge des Pfarrhaus-Lebens? Was Nachteile?

Fragen gibt es auf Seiten der Studierenden sicher noch viel mehr. Und die sollen gestellt werden. Gemeinsam werden wir, mithilfe von ganz unterschiedlichen Experten von theologischer Wissenschaft bis zu kirchlichem Recht zu beantworten versuchen. Und natürlich wird auch die Stimme derer nicht fehlen, die selbst im Pfarrhaus leben. Die einen seit noch kurzer Zeit, andere schon fast ihr Leben lang.

Auch, wenn die sog. „Dienstwohnungspflicht“ für Gemeindepfarrer*innen in der kirchlichen Praxis längst nicht mehr so strikt und kompromisslos umgesetzt wird (und werden kann), gilt das Leben im Pfarrhaus doch nach wie vor zur grundlegenden Berufs- und Alltagsrealität in diesem Beruf. Hier wie so oft bestätigen Ausnahmen die Regel. Und die besagt, dass ein*e Pfarrer*in an ihrem Dienstsitz eine Dienstwohnung zugewiesen bekommt. Hier ist es ein klassisches Pfarrhaus in exponierter Lage in einer Ensemblesituation mit Kirche, Gemeindehaus und Büro. Dort ist es ein eher schlichtes und unauffälliges Haus in Inkognito-Lage, z.B. in einer Wohnsiedlung und jedenfalls entfernt von kirchlichen Infrastrukturen. Und dann kann es auch einmal eine Wohnung sein. Manche dieser Pfarrhäuser sind Eigentum der Kirche. Andere wurden einmal angemietet, um in Zeiten zunehmenden Personals genügend Dienstwohnungen bereitstellen zu können. An manchen nagt sichtbar der Zahn der Zeit, andere sind frisch renoviert. Das Feld der Pfarrhäuser ist ebenso divers wie die Lebensentwürfe derer, die in ihnen leben, in den vergangenen Jahrzehnten divers geworden sind.

Die einen wollen es, die anderen sollen es und dann gibt’s noch die, die es einfach müssen: Leben im Pfarrhaus. Wie gestaltet es sich? Und muss ich wirklich? Überhaupt: Was geschieht in den kommenden Jahren mit den rund 90 Dienstwohnungen, die leer stehen oder doch zumindest nicht mehr von Pfarrern*innen bewohnt werdenWenn die Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg ihre Spar- und Personalziele im Jahr 2030 erreicht, dann müssten rund 90 Dienstwohnungen leer stehen

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