FAQ – Deine Fragen

Muss ich gläubig oder sogar „fromm“ sein, um Diakon*in zu werden?
Nein, weder dein Glaube noch deine Frömmigkeit sind „Voraussetzungen“. Das mag dich wundern. Aber das Studium ist kein Glaubenskurs, sondern ein Ort der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit vielfältigen Themen aus Theologie, Pädagogik und Sozialwissenschaften. Diesen Studienweg kannst du also auch beschreiten, ohne schon eigene kirchliche Erfahrungen mitzubringen! Eines ist gewiss: Du wirst auf diesem Weg eine Menge Entdeckungen machen, die dich persönlich bereichern. Glaube und Frömmigkeit sind also nicht das Entscheidende, sondern vielmehr dein persönlicher „Grundton“ für die Ausübung des Berufes im Anschluss an das Studium. Und spätestens dann wirst du dir selbst die Frage nach deiner eigenen Grundhaltung im Glauben stellen müssen: Denn er ist der Inhalt, den Diakon*innen im kirchlichen Dienst auf vielfältige Weise weitergeben.

Gibt es für ein Studium Religionspädagogik/Sozialwissenschaften einen „numerus clausus“?
Nein. Der Notendurchschnitt deines Schulabschlusses spielt für die Aufnahme des Studiums in der Regel keine Rolle. Es kann aber an einzelnen Ausbildungsstätten Abweichungen geben.

Welchen Schulabschluss brauche ich für ein Studium Religionspädagogik/Sozialwissenschaften?
Ein Studium Religionspädagogik/Sozialwissenschaften (Bachelor/Master) wird in der Regel an einer Fachhochschule angeboten. Du benötigst also die „Fachhochschulreife“. An einigen Fakultäten kannst du auch vorhandene Berufserfahrung, Praktika usw. anrechnen lassen. Insgesamt ist das Feld hier bundesweit etwas unübersichtlich. Es empfiehlt sich, dass du dir aktuelle Informationen direkt dort verschaffst, wo du dir ein Studium vorstellen könntest: Dazu bieten wir dir hier eine Karten mit Studienorten an.

Was bedeutet eigentlich „Doppelqualifikation“?
Diakon*innen sind auf zweifache Weise qualifiziert. Einerseits bereitet dich eine sozialpädagogische oder sozialarbeiterische Qualifikation auf einen Beruf vor, in dem du auf unterschiedlichste Weise mit Menschen zu tun hast. Vielfach hat die Tätigkeit von Diakon*innen tatsächlich große Ähnlichkeiten zu den Berufsfeldern von Sozialpädagog*innen oder Sozialarbeiter*innen. Das „Besondere“ am Diakon*innen-Dienst ist seine Verwurzelung im kirchlichen Kontext: Daher benötigst du eine religionspädagogische Qualifikation. Die hilft dir, den kirchlichen Kontext (seine Geschichte und Gegenwart) theologisch zu reflektieren und zu lernen, wie du die Inhalte christlichen Glaubens in der Praxis mit Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen und Älteren auf angemessene Weise „ins Leben ziehen“ kannst. Nicht überall musst du zwei Studiengänge belegen: An manchen Studienorten gibt es das bereits kombiniert und aufeinander abgestimmt.

Welche Wege führen zum Beruf Diakon*in?
Wenn du die Informationen verschiedener Ausbildungsstätten vergleichst oder dir von Menschen erzählen lässt, die in diesem Beruf tätig sind, wirst du schnell merken: Es gibt offenbar mehrere Wege in dieses Berufsfeld. Tatsächlich wird die „Doppelqualifikation“ auf unterschiedliche Weise erreicht: Entweder in zwei eigenen Studiengängen mit entsprechenden Vollzeitabschlüssen oder durch den nachträglichen Aufbau der noch fehlenden Qualifikation auf einem zweiten Bildungsweg oder durch das integrierte Studium, das beide Qualifikationen liefert und in einem Abschluss bündelt. Das Feld von Möglichkeiten ist hier etwas unübersichtlich, die individuellen Ausgangsbedingungen ebenfalls. Am besten, du lässt dich in einem persönlichen Gespräch beraten!

Welche Berufsperspektive habe ich mit einem Studium Religionspädagogik/Sozialwissenschaften?
Die Berufsperspektive für Diakon*innen ist derzeit in allen Kirchen der EKD sehr gut. Ein Nebeneffekt der Doppelqualifikation: Studienabsolvent*innen sind sowohl für den kirchlichen wie auch außerkirchlichen Arbeitsmarkt qualifiziert.

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