Studieren und ausprobieren

Das griechische Wort „diákonos“ bedeutet „Diener, Helfer“. Bei uns in der Oldenburgischen Kirche arbeiten Diakone und Diakoninnen „dienend und helfend“ tagtäglich mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen.

Der Beruf des Diakons/der Diakonin setzt ein Bachelorstudium voraus. Mit zwei inhaltlichen Schwerpunkten:

  • dem theologisch-religionspädagogischen,
  • dem sozialpädagogisch-wissenschaftlichen.
  • Auf das Studium folgt ein Anerkennungsjahr/Berufspraktikum.

An einigen Hochschulen, wie in Hannover, kannst du beide Studiengänge kombinieren und so einen staatlich und kirchlich anerkannten Abschluss erreichen.

Das Bachelorstudium setzt die (Fach-)Hochschulreife oder eine abgeschlossene pflegerisch-soziale Berufsausbildung voraus. Einige Hochschulen verlangen zur Immatrikulation ein Praktikum im sozialen Bereich (z. B. Nürnberg). Oft kannst du stattdessen auch ehrenamtliches Engagement (z. B. aus der Jugendarbeit deiner Kirchengemeinde) anerkennen lassen (Hannover).

Das Bachelorstudium

Das Studium setzt sich aus Modulen zusammen: Vorlesungen, Seminare und Übungen an der Hochschule. Hinzu kommen Praktika in kirchlichen oder nichtkirchlichen Einrichtungen. Je nach Studienort und deinen eigenen Schwerpunkten dauert das Studium sechs bis acht Semester (drei bis vier Jahre). Den Abschluss bilden die Bachelorarbeit und – je nach Studienort – mündliche Prüfungen.

An einigen Hochschulen kannst du nach dem Bachelor- einen Masterabschluss machen: Damit erwirbst du die Befähigung für das Lehramt (Religionspädagogik).
(z. B. Berlin).

Beispiele aus dem Vorlesungsverzeichnis:

  • Antimuslimischer Rassismus – aktuelle Ideologieforschung und kritische Soziale Arbeit
  • Was heißt es, zur Freiheit bestimmt zu sein? Eine Einführung in die Ethik
  • Traum und Horror – Utopien als Gegenentwürfe zur gesellschaftlichen Realität
  • Verletzliche Kinder – psychosoziale Konflikte von Kindern psychisch erkrankter Eltern
  • Ist Bildung ein Privileg? Bildungsgerechtigkeit versus soziale Herkunft: Ergebnisse der Bildungsungleichheitsforschung
  • Kein Mensch ist illegal! Refugees, Flüchtlingspolitik und Soziale Arbeit
  • Auf der Suche nach Anerkennung – Umgang mit gewaltbereiten, sich radikalisierenden
    Jugendlichen in der Sozialen Arbeit
  • Bitte hört, was ich nicht sage – Umgang mit suizidalen KlientInnen in der Sozialen Arbeit

Quelle: Hannover (Beispiele aus dem Vorlesungsverzeichnis 2015)

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